Wenn der Laufsport Schmerzen bereitet

Für viele Menschen ist Laufen oder Joggen eine Leidenschaft oder sogar eine Sucht, ohne die sich viele ihr Leben gar nicht mehr gut vorstellen können. Viele fühlen sich dadurch erst richtig fit und wohl. Längere Trainingspausen sind meist nicht gewollt, denn dann würde etwas Positives im Leben fehlen. Und so sieht man Tag ein und Tag aus die leidenschaftlichen Läufer früh morgens, im Laufe des Tages und auch abends ihre Runden meist bei jedem Wetter drehen. Wer regelmäßig läuft, kann aber auch schnell unter Laufbeschwerden leiden. Tatsächlich müssen viele Jogger wegen typischer Verletzungen zwangsläufig doch ungewollte Pausen einlegen.

Wenn Laufen zur Sucht wird

Es ist sogar so, dass die Zahl dieser Verletzungen durch das Laufen ständig zunimmt. Das ist doch eigentlich erstaunlich, weil das Joggen zu den beliebtesten Sportarten im Ausdauerbereich gehören soll und dazu noch als überaus gesund gilt. Doch die Gründe für laufbedingte gesundheitliche Probleme sind vielseitig. Manch Anfänger machen zum Beispiel häufig den Fehler, untrainiert zu starten. Dann wird sich schnell zu Beginn zu viel zugemutet oder das Training findet unter Zeitdruck statt. Dann kann es leider recht schnell zu Laufverletzungen kommen. Natürlich müssen es nicht gleich sehr dramatische Dinge sein, die passieren. Häufig handelt es sich um Symptome von Überlastung. Dazu gehören beispielsweise Krämpfe, Zerrungen und auch gereizte Sehnen sowie Bänder. Diese können dann aber auch schon einen zwingen, Trainingspausen einzulegen.

Das sogenannte Schienbeinkanten-Syndrom

Viele Läufer und Jogger haben es bestimmt schon einmal erlebt, dass sie Schmerzen im Schienbein verspürten. Hierbei handelt es sich über ein ganz typisches Problem und diese Schmerzen können unterschiedliche Ursachen haben. Eine recht häufige Ursache ist das sogenannte Schienbeinkanten-Syndrom. Der Schmerz im Schienbein wird da durch eine Überbeanspruchung ausgelöst, die dann zu einer Ansatzreizung der Muskulatur führt. Die Ermüdung der Muskulatur wird durch die Schienbeine abgefangen. Dafür sind sie aber eigentlich nicht gedacht.

Wenn die Knie schmerzen

Auch bei den Knien kann es zu Problemen kommen. Es handelt sich hier häufig um leichtere Beschädigungen oder Überlastungen des Knorpels, der unter Kniescheibe (im Bereich der Kniescheibenspitze) liegt. Eine Reizung entsteht besonders schnell, wenn es sich um Druckbelastungen wie Treppensteigen oder Hügelläufen handelt. Dann sollte man zuerst mit dem Laufen aufhören, das Knie kühlen und entzündungshemmende Mittel verwenden.

Wenn sich Krämpfe bemerkbar machen

Ein Zeichen von Überbelastung der Muskulatur sind auch Krämpfe. Hier kommt es zu Flüssigkeits-, Elektrolyt- oder auch Sauerstoffmangel. Diese sogenannte Muskel-Stoffwechselstörung kann beispielsweise durch Überanstrengung, Ermüdung, Mineralsalz-Verlust und auch durch zu enge Kleidung entstehen. Im letzteren Fall kommt es zu Durchblutungsstörungen. Möglich ist aber auch eine Störung an der Lendenwirbelsäule. Damit man Krämpfe vermeiden kann, empfiehlt es sich, vor einer Dauerbelastung sich locker einzulaufen sowie vorher und währenddessen ausreichend zu trinken. Wenn trotzdem Krämpfe auftreten, dann sollte man sofort dehnen und den betroffenen Muskel massieren.

Probleme mit dem Kreislauf

Probleme mit dem Kreislauf treten häufig auf, wenn wenig trainierte Personen morgens nüchtern laufen. Denn vorrangig werden Kohlenhydrate dabei verbrannt. Wenn morgens also keine Kohlenhydrate zur Verfügung stehen, sind die Kräfte schnell dahin. Wenigstens Fruchtsäfte oder Fruchtschorlen sollten vorher getrunken werden.