Joggen gegen Depression

Eine neue Lebensqualität durch Joggen

Wer kennt das nicht: Du fühlst dich schlapp und antriebslos und hast irgendwie zu nichts richtig Lust. Solche Phasen sind vertraut, unangenehm aber nicht wirklich bedenklich. Häufen sich jedoch die Symptome, so kann es sich um eine ernst zunehmende Depression handeln. In diesem Fall ist schnelles Handeln erforderlich. Professionelle Hilfe ist wichtig und natürlich die Bewegung an der frischen Lust. Deshalb verspricht das Joggen Linderung und soll den Heilungsprozess sogar begünstigen.
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Hilft Joggen gegen Depressionen?

Ist das Laufen wirklich wirksam gegen Depressionen? Leider häufen sich in der letzten Zeit die Erkrankungen an einer Depression. Dabei gibt es verschiedene Auslöser und jeder Fall ist natürlich individuell zu betrachten. Für eine genaue Diagnose sollte selbstverständlich der Rat eines Arztes erfolgen. Dennoch gilt das Joggen als sehr wirksam gegen Depressionen. Die körperliche Komponente steht hierbei im Vordergrund. Die positive Veränderung des Stoffwechsels kann leicht erkannt werden. Dabei findet eine intensive Durchblutung im gesamten Organismus statt. Durch das Laufen verändert sich außerdem die Sicht auf den eigenen Körper und dadurch auch auf die eigene Wahrnehmung. Du fühlst dich nach jeder Trainingseinheit vitaler und leistungsfähiger. Genau dieses Gefühl ist positiv und bei einer bestehenden Depression enorm wichtig. Der Erfolg erster kleiner Verbesserungen der eigenen Kondition stellt sich ziemlich rasch ein. Das fungiert als Motivation und man macht weiter. Der Motivationsschub bewirkt, dass der Erfolg schrittweise zurück kehrt. Vor allem Depressive leiden an Selbstzweifeln und trauen sich nichts mehr zu. Das Joggen soll das Gegenteil beweisen. Dabei wird das Selbstwertgefühl natürlich gesteigert und man findet ins Leben leichter zurück. Also kann man sagen, dass Joggen durchaus gegen Depressionen helfen kann. Allerdings handelt es sich natürlich nicht um ein Wundermittel. Die Wirkung einer parallel laufenden ärztlichen Betreuung sollte nicht unterschätzt werden. Auch ist die Notwendigkeit einer Medikamenten-Einnahme durchaus angebracht. Vielmehr handelt es sich um eine wirkungsvolle, ergänzende Maßnahme für eine bessere Lebensqualität.

Warum macht Joggen glücklich?

Schon vorab beugt das Joggen Depression vor. Solltest du bereits von einer Depression betroffen sein, so kannst du mit einem kontinuierlichen Ausdauertraining dem Verlauf der Erkrankung gegensteuern. Dabei solltest du dir allerdings nicht zuviel Stress machen. Ein moderates Training ist absolut ausreichend. So werden Glückshormone ausgeschüttet und du wirst dich endlich wieder besser fühlen. Angeraten werden etwa drei bis vier Übungseinheiten in der Woche. Dabei reichen schon 30 bis 45 Minuten pro Tag und die depressive Stimmung reduziert sich Schritt für Schritt. Es sollte jedoch beachtet werden, dass die Herzfrequenz nicht mehr als 75 Prozent über dem Maximalwert liegt. Neben dem Laufen ist vor allem das natürliche Tageslicht sehr entscheidend. Das Licht wird direkt auf das Gehirn übertragen und die negativen Gedanken können auf diese Weise vertrieben werden. Neben dem Joggen bieten sich auch Nordic Walking oder Radtouren an. Diese Bewegung hält jung, vertreibt schlechte Gedanken und verlängern sogar das Leben. Sollte man nicht Joggen können oder wollen, so empfiehlt sich zumindest ein Spaziergang an der frischen Luft. So wird deutlich, dass Bewegung gut tut und man sich nicht im dunklen Zimmer abschotten sollte.

Der selbstkritische Umgang – Eventuell auch mit entsprechender Hilfe

Ein Universal-Rezept existiert leider nicht. Wie lange, oft oder intensiv man joggen sollte, ist individuell verschieden. Vielleicht befindest du dich gerade in einem Stimmungstief und benötigst nur etwas Ablenkung. In diesem Fall ist natürlich das Training in einer Gruppe besonders sinnvoll. Du lernst andere Menschen kennen, hast soziale Kontakte und bist in einer Gemeinschaft. So kannst du deine Leistung zeitnah vergleichen und verstehst dies bestimmt als Antrieb und hast eine neue Aufgabe gefunden. Allerdings sollte der Druck nicht zu groß sein. Es ist kontraproduktiv, wenn der Stress zu groß ist. Deshalb sollte immer ein gutes Mittelmaß gefunden werden. Ist die Depression bereits weiter fortgeschritten, so ist die Behandlung dementsprechend komplizierter und muss komplexer betrachtet werden. Ohne ärztliche Unterstützung sollten keine zu schnellen Entscheidungen getroffen werden. Zu hartes Training könnte in diesem Fall eher das Gegenteil bewirken. Wichtig ist vor allem, dass du dich bei deiner Aktivität wohl fühlst.

Fazit zum Joggen gegen Depressionen

Bewegung ist definitiv immer ein guter Ansatz. Der Körper kommt somit wieder eher ins natürliche Gleichgewicht. Als alleiniges Heilmittel sollte das Joggen dennoch nicht verstanden werden. Vielmehr handelt es sich um eine unterstützende Maßnahme. Lässt man sich auf das Training ein, so ist bereits der erste Schritt getan. Dann zählt die weitere Motivation und dass es zu keinen weiteren Rückschlägen kommt. Allerdings solltest du dich niemals unnötig unter Druck setzen lassen. Nicht der Wettkampf-Gedanke steht in diesem Fall im Vordergrund. Löse dich stattdessen von quälenden Gedanken und konzentriere dich eher auf dein Körpergefühl. So kommst du schneller zu einem sportlichen Erfolgserlebnis, welches du vielleicht schon bald auf den normalen Alltag übertragen kannst. So hast du einen Anreiz, wieder unter Menschen zu gehen und nicht länger deine Zeit allein im Haus zu verbringen. Die Natur spendet Kraft und der Sauerstoff wirkt auch bei einer Depression sehr wohltuend für den gesamten Organismus.